Derivate
Derivate sind laut Gesetz Finanztermingeschäfte. Der Preis eines Finanzderivats hängt von verschiedenen Faktoren ab. Den größten Einfluss auf den Preis hat der sogenannte Basiswert. Das ist der Wert, auf den sich das Derivat bezieht (zum Beispiel ein Index, Rohstoff oder ein Währungspaar). Auch der Grad der Fremdkapitalausstattung eines Finanzderivats hat aufgrund der Zinsbelastung Einfluss auf den Preis. Mit Derivaten können spekulative Anleger oder Trader auf die verschiedensten Wert spekulieren. Außerdem ist es möglich, Positionen einzugehen, die bei fallenden oder stagnierenden Kursen Gewinne versprechen (Put- oder Korridorprodukte). Finanzderivate ermöglichen aufgrund ihrer Ausgestaltung sehr hohe Gewinne, bei minimalem Kapitaleinsatz. Andererseits kann der Handel mit Derivaten zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen, wenn der Basiswert sich konträr zur Spekulation des Anlegers entwickelt. Derivate sind abgewandelte Formen von Inhaberschuldverschreibungen und daher mit einem Emittentenrisiko behaftet. Das Emittentenrisiko ist das Ausfallrisiko, welches angibt, wie hoch die Wahrscheinlich kein ist, dass der Anleiheschuldner den Forderungsbetrag nicht zurückzahlen kann (Bonitätsrisiko).
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