Refinanzierungsrisiko

Refinanzierungsrisiko

Unter dem Refinanzierungsrisiko wird im Allgemeinen das Risiko verstanden, nach dem die Möglichkeit zur Refinanzierung unter bestimmten Umständen ausbleiben kann oder nur zu überteuerten Zinsen möglich wird. Oft wird in diesem Zusammenhang auch von einem Liquiditätsrisiko gesprochen, da eine mangelnde Refinanzierung in der Regel auch zwangsläufig Liquiditätsprobleme nach sich ziehen wird.


Das Refinanzierungsrisiko beruht darauf, dass Investitionen getätigt werden, die eine andere Fristigkeit aufweisen als die Laufzeit der zur Verfügung stehenden Kredite. Diese Problematik führt in der Regel früher oder später zur Illiquidität und dem Zwang, sogenanntes fresh money, also frisches Geld beschaffen zu müssen. In diesem Zusammenhang hat sich die „goldene Bankregel“ von Otto Hübner bewährt. Nach dieser einfachen Prämisse sind Inkongruenzen zwischen Kapitalbindung und Kreditlaufzeiten zu vermeiden, sodass das Refinanzierungsrisiko weitestgehend ausgeschlossen werden kann.


 
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