KapitalRendite
Die Rendite gibt im Allgemeinen das Verhältnis zwischen Kapitalerträgen und Investitionsbeträgen an. In der Regel wird die Rendite in Prozent gemessen und bezieht sich auf den jährlichen Kapitalertrag bei der Geldanlage. Insofern wird ist die Rendite nicht mit der Rentabilität gleichzusetzen.
Bei der Geldanlage ist die Rendite ein wichtiges Entscheidungskriterium für potentielle Kapitalanleger. Grundsätzlich sind Anleger immer daran interessiert, eine möglichst hohe Rendite zu erzielen. Allerdings ist die Rendite nicht nur ein wichtiger Indikator für die Rentabilität einer Kapitalanlage, sondern auch für die potentiellen Risiken einer Investition. Aufgrund der hohen Effizienz der Kapitalmärkte, ist es in der Regel sehr wahrscheinlich, dass einer hohen Rendite auch entsprechend höhere Risiken gegenüber stehen, während eine geringe Rendite im Gegensatz dazu auf eher geringere Verlustrisiken hinweist. Ein hundertprozentig verlässlicher Indikator für potentielle Risiken ist die Rendite aber nicht. Denn auch der Kapitalmarkt in der Form, wie wir ihn heute kennen, weist immer wieder dramatische Ineffizienzen auf, die zu krassen Fehlbewertungen führen können.
Bei der Bemessung der tatsächlichen Rendite ist grundsätzlich nicht nur der Ertrag aus der Kapitalanlage zu berücksichtigen. Vielmehr entspricht die tatsächliche Rendite in der Praxis so gut wie nie dem Bruttoertrag aus einer Kapitalanlage. Durch den Abzug von Steuern, Gebühren oder anderen Kosten liegt die Nettorendite in der Regel deutlich unter der Bruttorendite.
Auf der anderen Seite kann die Rendite einer Kapitalanlage auch deutlich über den eigentlichen Erträgen liegen. Dies ist zum Beispiel oft bei der Anlage in Aktien oder Immobilien der Fall. Einen Großteil der Gesamtrendite machen hier Wertsteigerungen der Immobilien oder Aktien aus, die dem Anleger zusätzlich zu den laufenden Erträgen zur Verfügung stehen.
Die Besteuerung der erzielten Erträge und Wertsteigerungen wurde in den letzten Jahren deutlich vereinfacht. Demnach werden fast alle Kapitalanlagen nun mit dem sogenannten Abgeltungssteuersatz versteuert, der sich einheitlich auf 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer beläuft. Für Kapitalanleger sind die unterschiedlichsten Kapitalanlagen durch die einheitliche Besteuerung deutlich einfacher zu vergleichen, sodass insgesamt eine höher Transparenz geschaffen werden konnte.
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